Was genau ist ein Imagefilm? Laut Wikipedia ist ein Imagefilm, ein kurzer Film, der in werbender Absicht ein Unternehmen, eine Institution, eine Marke oder ein Produkt porträtiert. Das ist zwar eine nette Zusammenfassung, doch wirklich weiter bringt uns das noch nicht. Hier bekommen Sie spannende Informationen zum Thema Imagefilm und anhand von großartigen Beispielen erfahren Sie, wie Ihr Imagefilm echte Resultate liefert.

In diesem Blogeintrag erfahren Sie:

  • Was genau ein Imagefilm ist
  • Wie und wo er eingesetzt wird und die Besonderheiten der Einsatzgebiete
  • Welchen Gewinn Sie durch einen Imagefilm erhalten
  • Fantastische Imagefilm Beispiele, zur Inspiration für Ihr Projekt

Es gibt viele Arten von Werbefilmen, einige ähneln sich und andere sind grundverschieden. Eine oder vielleicht die bekannteste Form eines Werbefilms ist der Imagefilm. Darum werden Sie in diesem Artikel ebenfalls erfahren, ob sich eine Imagefilmproduktion auch für Sie eignet und wie Sie den fertigen Film am besten verwenden.

Was genau ist ein Imagefilm?

Ein Imagefilm, im Englischen corporate movie oder corporate video genannt, dient dazu, das Image eines Unternehmens zu stärken. So stellt ein Imagefilm das Unternehmen, die Marke, das Produkt oder die Dienstleistung in einer meist werblichen Form ins beste Licht. Also wer einen Imagefilm produziert, möchte mit audiovisuellen Mitteln das positive Image seines Unternehmens in die Zielgruppe tragen.

Die Hauptziele eines Imagefilms liegen demnach auf der Hand

  • Steigerung des Bekanntheitsgrades
  • Aufmerksamkeit für das Angebot schaffen
  • Verbesserung des Images

Da bei einem Imagefilm der werbliche Charakter eher dezent und subtil ist, kann dieser von Emotionalität geprägt sein, ohne an Professionalität zu verlieren. Doch damit dies auch gelingt, sollten Sie darauf achten diese typischen Fehler zu vermeiden.

Wodurch sich ein Imagefilm auszeichnet

Das Image des Unternehmens wird verbessert

Der Imagefilm verfolgt im Gegensatz zu anderen Werbefilmen keinen unverzüglichen Verkaufsgedanken. Vielmehr geht es darum, die positive Wahrnehmung des Unternehmens zu verbessern. Es geht also weniger um kurzfristige Verkaufssteigerungen, sondern um einen langfristigen wirtschaftlichen Erfolg. Doch auch an dieser Stelle sei gesagt, dass die Grenzen fließend sind. Durchaus gibt es auch Imagefilme, die das Angebot in den Fokus nehmen.

Die richtige Story ist King

Menschen lieben es, wenn ihnen Geschichten erzählt werden, welche sie sich am lebendigen Beispiel vorstellen können. Darum ist eine ausgeklügelte Geschichte wahnsinnig wichtig. Sie muss den Zuschauer mit dramaturgischen Mitteln fesseln und den gewünschten Effekt erzielen. Hier das Schlagwort: Storytelling. An dieser Stelle sind alle filmischen Mittel erlaubt, um die Geschichte mit passenden Emotionen zu untermauern.

Emotionen verkaufen immer!

Ein gut geplanter und produzierter Imagefilm nimmt den Zuschauer von Anfang an emotional mit. Der Betrachter nimmt die Inhalte des Films mit mehreren Sinnen wahr: So hört und fühlt er, was er im Video sieht. Diese Eigenschaft ist völlig einzigartig: Denn kein anderes Medium, wie z. B. Artikel oder Radiosports, erreicht den Zuschauer mit einer solchen Intensität.

Die Filmlänge kann sich unterscheiden

Nicht jeder Imagefilm ist gleich lang. So kann ein Imagefilm zwischen wenigen Sekunden bis zu mehr als zehn Minuten dauern. Dabei sollte jedoch beachtet werden, dass der Film die Zuschauer niemals langweilt. Darum wird eine simple Auflistung Ihrer USPs, Räumlichkeiten oder Produktbildern zu keinen nennenswerten Resultaten führen.

Häufige Fehler bei Imagefilmen

Ein großer Teil Ihrer bestehenden Kunden und Interessenten sieht täglich zahlreiche Filme und kann daher die Qualität Ihres Films recht genau einordnen. Vermeiden Sie deshalb diese typischen Fehler, die bei der Planung und Produktion eines Imagefilms auftreten können.

  • Das Budget zu niedrig kalkulieren
  • Unterschätzen des Zeitaufwandes und in Panik geraten
  • Die Storyline unterbewerten
  • Dimension der Imagefilmproduktion verharmlosen
  • Stock-Material überschätzen
  • Interviews als Selbstverständlichkeit ansehen
  • Generische Floskeln verwenden

Lerne aus den Fehlern der Vergangenheit für die Taten der Gegenwart und die Entscheidungen der Zukunft.

Perfekte Verwendungszwecke für Ihren Imagefilm

Die Einsatzbereiche für Imagefilme sind sehr vielfältig. Ob im Marketing, im Employer Branding oder auf Messen. Dabei gliedern sich die Einsatzmöglichkeiten auf zwei Bereiche:

  • Online (Website, Newsletter, Social Media)
  • Offline (Events, Messen)

Unabhängig der unzähligen Möglichkeiten der Verbreitung sollte es in jedem Fall das Ziel sein, den Imagefilm auf der Plattform zu bewerben, wo sich die Zielgruppe aufhält. Jüngere Zielgruppen sind dabei vor allem auf Social Media unterwegs und ein eher konservatives Publikum mehr auf Messen oder Newslettern. Allerdings muss auch an dieser Stelle wieder gesagt werden, dass die Grenzen fließend sind.

Imagefilm auf der Website

Die eigene Website ist die primäre Informationsquelle für potenzielle Kunden Ihres Angebots. Deshalb lohnt sich eine Einbettung in die Website in jedem Fall. Dabei birgt der Imagefilm auf der Website enorme Chancen, Ihre Conversionrate nachhaltig zu steigern.

Auch für SEO (Suchmaschinenoptimierung) sollte ein Imagefilm nicht unterschätzt werden. So ergeben sich für Sie folgende SEO-Vorteile:

  • Höhere Verweildauer auf der Website
  • Relevante Schlagwörter erkennen Suchmaschinen aus den Untertiteln und ranken die eigene Seite dadurch besser
  • Google zeigt Videos direkt in den Suchergebnissen

Damit Ihr Imagefilm auf der eigenen Website die besten Ergebnisse erzielt, sollten Sie jedoch diese zentralen Punkte unbedingt beachten:

  • Sofort sichtbar: Ihr Video sollte entweder direkt auf der Startseite (möglichst weit am Anfang), eingebunden sein oder im ersten Level Ihrer Navigation zu finden sein.
  • Meistbesuchte Seiten: Platzieren Sie Ihren Film, auf Ihren bekanntesten Seiten. Diese finden Sie z.B. mit Google-Analytics
  • Click-Path analysieren: Bestimmen Sie anhand des Klickpfades Ihrer Nutzer, welche Seite in welcher Reihenfolge aufgerufen werden und stellen Sie sicher, dass der Nutzer so immer Ihren Film sieht.

Imagefilm in Newslettern bzw. E-Mails

E-Mails sind nach wie vor ein wichtiger Bestandteil der Kommunikation im professionellen Umfeld. Deshalb liegt es nahe, diesen hohen Traffic auch für die Verbreitung des eigenen Imagefilms zu nutzen. Hier einige Zahlen zu Videos im E-Mails:

  • Die Anzahl derjenigen, die gewillt waren, den Newsletter abzubestellen sinkt um 25 %
  • Die Öffnungsrate steig um 19 %
  • Die Click-trough-Rate erhöht sich um 65 %

Auch im Alltag lässt sich der Imagefilm perfekt in den E-Mail-Workflow integrieren. Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, den Imagefilm ganz einfach in der E-Mail-Signatur zu verlinken? Dies hat natürlich den größten Wert, wenn der Imagefilm bei allen Mitarbeitern eingebunden wird.

Social Media

Da auf Social Media, mittlerweile auch ältere Zielgruppen erreicht werden können und durch Businessnetzwerke wie LinkedIn oder Xing auch speziell Geschäftskunden angesprochen werden können, ist es keine Überraschung, dass Imagefilme immer häufiger auf Social Media eingesetzt werden.

Das hat große Voreile für das Unternehmen, denn der Imagefilm kann einem breiten Publikum präsentiert werden. Im Idealfall verbreitet sich dabei der Imagefilm von selbst, wenn man auf virales Marketing setzt. Neben einer guten Story und einer professionellen Produktion gehört dann allerdings auch die Planung einer Social Media Kampagne mit dazu.

Im Folgenden werden wir uns die konkreten Unterschiede der Social-Media-Plattformen ansehen und wie Sie Ihren Film auf dieser Plattform optimal veröffentlichen.

Ihr Imagefilm bei Facebook

Auf Facebook sehen sich 500 Millionen Nutzer, täglich Videos an. Deshalb sollten Sie Facebook keinesfalls vernachlässigen, auch wenn häufig gesagt wird, Facebook sei tot. Gerade Werbeanzeigen mit einem Video funktionieren auf Facebook nach wie vor zu überschaubaren Preisen.

Tipps zur Veröffentlichung auf Facebook

  • Video direkt veröffentlichen und nicht über z.B. YouTube einbinden. Denn native Videos werden mit 478 % häufiger geteilt, als Videos von anderen Quellen.
  • Verwenden Sie ein quadratisches Seitenverhältnis. Dadurch nimmt das Video im mobilen Newsfeed 78 % mehr Raum ein und ist somit prägnanter im Sichtfeld des Nutzers.
  • Spielen Sie den Imagefilm in Werbeanzeigen an Ihre Zielgruppe aus: Hier können Sie den Ort, das Alter, Interessen und viele weitere Eigenschaften filtern. Testen Sie darauf hin verschiedene leicht veränderte Zielgruppen gegeneinander, um optimale Resultate zu erzielen. Zudem ist es auch möglich verschiedene Versionen Ihres Films gegeneinander zu testen und so für mehr Interaktion zu sorgen.
  • Verwenden Sie einen Text, der Neugier weckt und ein ansprechendes Vorschaubild, um die Viewrate zu erhöhen. Dabei sorgen Zahlen im Titel noch einmal für bessere Ergebnisse und ein Vorschaubild, das im Kontext zum Titel steht.

Veröffentlichen auf Instagram

  • Maximal 60 Sekunden: Achten Sie unbedingt auf die Videolänge, denn Videos im Feed dürfen maximal eine Länge von einer Minute betragen. Zwar ist es möglich über IG-TV auch längere Videos zu posten, doch das schränkt die Reichweite massiv ein.
  • 4:5 oder quadratisches Seitenverhältnis: Wie auf Facebook gilt auf Instagram die Regel, möglichst viel Raum im Feed einzunehmen.
  • Nutzen Sie die Story: In Ihrer Instagram-Story haben Sie die Möglichkeit in mehreren 15-sekündigen Clips Ihren Imagefilm anzuteasern.
  • Für Interaktion sorgen: In der Story können Sie nach der Veröffentlichung Ihre Zuschauer abstimmen lassen und so direkt Feedback erhalten. Durch die erhöhte Interaktion erhalten Sie automatisch mehr Reichweite.
  • Teile des Films in Reels veröffentlichen: Instagram-Reels nehmen im Feed das größtmögliche Seitenverhältnis ein und sind dadurch maximal sichtbar. Deshalb empfehlen wir Teiles des Films, als Reel zu veröffentlichen. Diese Funktion wird im Moment von Instagram enorm gepusht und erzielt enorme Viewzahlen.

Businesskunden erreichen bei LinkedIn

Den B2C-Markt haben Sie nun über Facebook und Instagram gefüttert, fehlt nur noch der B2B-Markt. LinkedIn eignet sich perfekt für unternehmerische Angelegenheiten, weshalb Sie Ihren Imagefilm unbedingt auf LinkedIn posten sollten. Auf LinkedIn haben allerdings Unternehmensprofile grundsätzlich wenig Reichweite. Deshalb sollten Sie den Imagefilm entweder von Ihrem Profil aus posten oder den Beitrag Ihrer Unternehmensseite selbst teilen. Beim Teilen des Imagefilms, können Sie ebenfalls Ihre Mitarbeiter dazu ermutigen, dies ebenfalls zu tun.

Ihren Imagefilm bei YouTube veröffentlichen

YouTube spiel sowohl im B2C als auch im B2B-Markt eine Rolle. Dabei ist YouTube vor allem die größte Video-Suchmaschine der Welt und neben Google die meistbesuchte Website weltweit.

Tipps für mehr Aufrufe auf YouTube:

  • Formulieren Sie einen interessanten Titel
  • Verwenden Sie die Videobeschreibung und geben Sie einen kleinen Überblick über die Inhalte Ihres Imagefilms
  • Nutzen Sie Ihr eigenes Thumbnail (Vorschaubild)
  • Definieren Sie relevante YouTube Tags (Schlagwörter). Diese helfen dabei, dass Ihr Imagefilm besser gefunden wird. Allerdings sollten Sie nicht wahllos Tags definieren, sondern nur relevante Schlagwörter verwenden.

YouTube ist des Weiteren auch in die Google-Suche integriert. Dies bedeutet, dass durch einen Upload auf YouTube, Ihr Imagefilm in den Google-Suchergebnissen sichtbar wird.

Messen & Veranstaltungen – der ideale Ort für Ihren Imagefilm

Auf einer Messe oder einem Event ist wahnsinnig viel geboten. Deshalb besteht die Kunst bzw. das Ziel des eigenen Messestandes darin, größtmöglich aufzufallen. Hierbei leistet Ihr Bewegtbild auf einem großen Bildschirm oder Leinwand die ideale Ergänzung. Doch damit Sie mit Ihrem Imagefilm am Messetag möglichst viele Messebesucher erreichen und begeistern, sind einige Punkte ausschlaggebend:

  • Am Messetag werden die Besucher vollkommen mit Reizen überflutet. Deshalb sollten Sie mit einem besonders beeindruckenden Imagefilm glänzen. Dies erhöht Ihre Chancen, dass Ihnen möglichst viele Besucher ihre Aufmerksamkeit schenken.
  • Wegen der Akustik auf der Messe muss Ihr Imagefilm auch ohne Ton funktionieren. Zwar sind Untertitel dafür eine Lösung, doch überzeugende Bilder sind das A und O.
  • Bei Ihren Veranstaltungen können Sie den Imagefilm als Intro verwenden, um Ihre Zuschauer emotional abzuholen oder gegen Ende, um sie mit einem grandiosen Gefühl zu verabschieden.

Fabelhafte Imagefilm-Beispiele zur Inspiration

Die Mutter aller Imagefilme. S´Lebn is a Freid.

Das bekannteste Beispiel für einen Imagefilm – obwohl es eine Parodie ist. Der über den Obstandl Didi gedrehte Imagefilm zeigt, dass es nicht auf Marketing-Plattitüden und plumpe Begriffe ankommt – sondern auf Glaubwürdigkeit und Authentizität!

„Nen richtig geilen Film“ – Volkswagen Sachsen

Im Imagefilm stellt sich Volkswagen Sachsen nicht nur als smarter Arbeitgeber vor, sondern macht sich ganz selbstbewusst auf den Weg zum europäischen Kompetenzzentrum für E-Mobilität.

codex Way of Life

Der Imagefilm zeigt, dass codex anders ist, anders denkt, anders handelt.  Im Wesentlichen verfolgt der Film die Kernbotschaft: „Als Partner zusammen mit codex mehr Erfolg haben.“ Das Ergebnis ist ein kraftvoller Auftritt mit augenzwinkerndem Blick hinter die Kulissen des Unternehmens.

Der doppelte Imagefilm – GRIMME & Damme

Die Botschaft des Films: Das Unternehmen GRIMME und der Standort Damme gehören zusammen. Mit dem „doppelten Imagefilm“ wurden die Parallelen zwischen dem Familienunternehmen GRIMME und dem niedersächsischen Damme hergestellt.

EDEKA Südwest: Aus Liebe zu gutem Essen und unserer Heimat

Die Punkte aus Beispiel 1 sind im EDEKA Südwest Imagefilm fabelhaft umgesetzt. Storytelling, Emotionen und qualitativ hochwertigen Aufnahmen vermitteln die Unternehmens-Werte: Regionalität, Qualität und Kunden-Nähe. So bleibt der persönliche, individuelle Ton der Marke erhalten.

Veröffentlicht: 24.01.2022 |

Kategorien: Wissen |

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